Die 4 Phasen der Lebenswirbel-Sprache

Die eigene Beschäftigung mit der Lebenswirbel-Sprache lässt sich grob in 4 verschiedene Phasen unterteilen. In der Praxis bauen diese meist aufeinander auf, müssen das aber nicht zwangsläufig tun. Sie dienen eher zur gedanklichen Orientierung.

Erstes
Beschnuppern

Aktives
 
Loswirbeln

Fließend
sprechen lernen

Durchs Leben wirbeln

Phase 1 - die Sprache kennenlernen

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Erstes Beschnuppern

Die erste Phase der Begegnung mit der Lebenswirbel-Sprache umfasst sowohl das grundlegende Erfahren, dass es diese Sprache überhaupt gibt als auch das erste Kennenlernen einzelner Elemente und ihres Zusammenspiels. In dieser Phase geschieht noch keine (!) vertiefte Anwendung bzw. Selbstreflexion. Vielmehr wird das Konzept "beschnuppert" und in Bezug zu eigenen Perspektiven gesetzt. Möglicherweise gibt es hier erste stärkere Gefühle von Resonanz, weil die Sprache Worte für das findet, was zwar auch selbst erlebt, aber bisher nicht benannt werden konnte. 

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Phase 2 - in der Sprache reflektieren

 

Aktives Loswirbeln

Die zweite Phase der Sprachnutzung betrifft die Selbstreflexion. Hier können die einzelnen Elemente wie WIRBEL, LebensENERGIEN und WESEN z.B. Mithilfe der FLÜSSE und WhirlPools im eigenen Leben identifiziert, schriftlich festgehalten und erkundet werden. Das kann darin unterstützen, einen neuen, ressourcenorienterten und empowernden Blick auf die eigene Vergangenheit zu werfen. Meist werden dabei bisher verborgene (Sinn-)Zusammenhänge klar, die Umrisse der eigenen Identität deutlicher und wirbelige Ideen für die eigene Zukunft spürbarer. Neben des Rückblicks ist es auch möglich, das aktuelle Leben tagebuchähnlich mit der Lebenswirbel-Sprache zu dokumentieren und zu reflektieren. 

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Phase 3 - die Sprache sprechen

Fliessend über die eigene Lebendigkeit sprechen

In der dritten Phase der Sprachnutzung steht das Sprechen "in der Sprache" im Fokus. Hier geht es weniger darum, die verschiedenen Vokabeln wie z.B. LebensWIRBEL in Gesprächen einzusetzen, sondern darum anderen z.B. die konkreten Geschichten der eigenen LebensWIRBEL-Erlebnisse in einem stimmigen Rahmen zu erzählen und Resonanz dazu zu bekommen. Es macht meist einen sehr großen Unterschied, ob Personen diese Momente lediglich schriftlich festgehalten haben oder tatsächlich teilen, was sie erlebt haben und warum das so wirbelig in ihnen war. Häufig sorgt erst das Erzählen (und wirklich Zugehört werden!) für ein echtes Integrieren der Erfahrung und Erkennen der vielen Ebenen, die in den Momenten eine Rolle gespielt haben. Auch das Hören dürfen dieser Geschichten wird oft als eine tiefe Bereicherung beschrieben. Es sorgt für eine tiefere zwischenmenschliche Verbundenheit, inspiriert auch selbst nach solchen Momenten Ausschau zu halten und löst manchmal den Impuls aus, die erzählende Person in ihrer zukünftigen Lebendigkeit aktiv zu unterstützen. 

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Phase 4 - die Sprache leben

Durch das eigene Leben wirbeln

Die vierte Phase beschreibt die Integration der Lebenswirbel-Sprache in die eigene Lebensgestaltung und -philosophie. In dieser Phase sind sowohl Momente der Selbstreflexion z.B. in Form eines Lebenswirbel-Tagebuchs als auch des Austauschs z.B. in Form von Verabredungen zum Teilen von LebensWIRBEL-Geschichten normal geworden. Darüberhinaus dienen die LebensENERGIEN als wichtiger Kompass bei Entscheidungen, die den eigenen Werdegang betreffen. Eigene Projekte werden wie selbstverständlich als WESEN betrachtet und deren Geburt, Entwicklung und Auflösung lauschend begleitet. Möglicherweise werden in dieser Phase auch Wege gesucht und probiert, so konsequent wie möglich, dieser Lebensgestaltung nachzugehen. Das kann - muss aber nicht - auch ein Abwenden von klassichen bzw. lebenslauftypischen Lebenswegen bedeuten. Häufig zeigen sich in dieser Phase tiefe individuelle Überzeugungen, die dem eigenen Aufblühen noch im Wege stehen wie z.B. "Meine Eltern müssen meinen Weg gutheißen", "Ich darf nicht sichtbar sein mit dem, was ich wirklich wirklich machen will" oder "Ich bin nicht (beliebiges Adjektiv) genug". Aber auch strukturelle Diskriminierungen und Hindernisse werden hier besonders deutlich, weil es z.B. abhängig von Geschlecht, Religion, körperlicher/psychischer Einschränkung, Herkunft, Hautfarbe oder Klasse systematisch schwieriger sein kann, das Leben komplett nach den eigenen Wünschen zu gestalten.

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