• Die 10 Gebote des Lebenslaufs

    & sein Menschenbild

     

    Das lernst du hier: Welche Ideen vom idealen Leben der Lebenslauf transportiert und wie du ihren Einfluss auf deinen Lebensweg reflektieren kannst.

  • Die 10 Gebote des Lebenslaufs

    (Bezugsnorm)

    Diese 10 Gebote stehen nirgendswo offiziell festgeschrieben, bestimmen aber zum Großteil Entscheidungen, wie wir in dieser Gesellschaft unser Leben gestalten und welchen Weg wir einschlagen. Da diese Gebote weder am Wohl des individuellen Menschens noch am Wohl der Mitmenschen, der Natur und dem Planeten insgesamt orientiert sind, halte ich es für essentiell, diese Gebote sichtbar zu machen, zu reflektierten und zu dekonstruieren.

    Selbst Personen, die für Jahre keinen eigenen Lebenslauf mehr geschrieben haben, kommen mit den 10 Geboten des Lebenslaufs regelmäßig in Berührung, sei es durch Gespräche, die beginnen mit "Was machst du so?" oder durch Gesetze, die zum Beispiel ein Zweit- oder Drittstudium deutlich erschweren.

    1. Du sollst etwas Vernünftiges machen.

    In einem idealen Leben werden ausbildende und berufliche Stationen vorwiegend nach folgenden Kriterien gewählt: Jobaussichten bzw. Jobsicherheit, finanzielle Sicherheit, gesellschaftliche Anerkennung.

    2. Du sollst L_cken meiden.

    Ein ideales Leben hat nahtlose Übergänge zwischen ausbildenden bzw. beruflichen Stationen. Phasen ohne Beruf oder Ausbildung existieren in einem idealen Leben nicht und sollten wenn dann so kurz wie möglich gehalten werden und begründet werden können.

    3. Du sollst dich für Rang & Namen entscheiden.

    In einem idealen Leben wird die renommierteste Schule besucht, an der renommiertesten Uni studiert, bei den renommiertesten Unternehmen/Firmen/Kanzleien/Organisationen/Einrichtungen Praktika gemacht und für die renommiertesten Arbeitgeber bzw. mit den renommiertesten Kunden gearbeitet.

    4. Du sollst nicht trödeln...

    In einem idealen Leben werden alle ausbildenden Stationen in ihrer vorhergesehenen Regelzeit oder schneller absolviert.

    5. Du sollst einem roten Faden folgen.

    In einem idealen Leben gehören alle ausbildenden und beruflichen Stationen sowie ehrenamtlichen Engagements einem einzigen Berufsfeld an.

    6. Du sollst nichts abbrech

    In einem idealen Leben werden alle angefangenen ausbildenden Stationen abgeschlossen.

    7. Du sollst Bestnoten erzielen.

    In einem idealen Leben werden alle Prüfungen mit der Note 1,0 oder einem entsprechenden Äquivalent bestanden.

    8. Du sollst Zertifikate & Scheine & Zertifikate & Scheine sammeln.

    In einem idealen Leben bescheinigen anerkannte Zertifikate Kompetenz- und Wissenserwerb. Je mehr Zertifikate erworben werden, desto besser.

    9. Du sollst die Karriereleiter emporsteigen.

    In einem idealen Leben ist jede ausbildende oder berufliche Station mindestens auf demselben Anforderungsniveau wie die jeweils vorherige Station. Je schneller das Niveau bzw. die Höhe der eigenen beruflichen Position steigt, desto besser.

    10. Du sollst besser sein als andere.
    Oder es zumindest so aussehen lassen.

    In einem idealen Leben wird im Vergleich zu anderen Leben immer besser abgeschnitten hinsichtlich aller hier aufgeführten Kriterien. Wenn nicht in echt, damit zumindest auf dem Papier.

  • Reflektion

    Wie wirken die 10 Gebote des Lebenslaufs in deiner Lebensgestaltung?

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    Wie sehr entspricht dein bisheriges Leben den 10 Geboten?

    Als ersten Schritt kannst du alle 10 Gebote durchgehen und reflektieren, wie sehr (z.B. zu wie viel %) dein bisheriges Leben den einzelnen Geboten entspricht und wie es dir damit geht. Beobachte beispielsweise, ob durch den Grad der Übersteinstimmung zwischen deinem Leben und einzelnen Geboten Gefühle von Stolz oder Scham in dir auftauchen. Sieh dies als erste Bestandsaufnahme.

    2

    Welche der Gebote prägen besonders stark, wie du Entscheidungen für deine Zukunft triffst?

    Um zu reflektieren, wie die 10 Gebote deine Entscheidungen prägen kannst du aus den Geboten eine Rangfolge erstellen und sie sortieren von "beeinflusst meine Entscheidungen stark" bis "beeinflusst meine Entscheidungen weniger stark". Alternativ kannst du den Geboten wieder Prozentzahlen zuordnen die die Stärke ihres Einflusses wiedergeben. Erinnere dich an konkrete Situation, die den Grad des Einflusses verdeutlichen.

     

    Fallen dir Entscheidungen auf, bei denen dir bisher nicht klar war, dass sie von den Geboten beeinflusst waren? Wo bist du froh, dass du so entschieden hast? Wo bedauerst du es?

    3

    Von welchen der Geboten wärst du gerne weniger beeinflusst?

    Stelle deine Rangfolge oder Prozentzahlen aus dem 2. Schritt mit deinem Wunschbild gegenüber. Bei welchen Geboten wünscht du dir besonders stark, dass sie dich weniger beeinflussen?

     

    Was würdest du konkret tun bzw. welche Entscheidungen würdest du anders treffen, wenn die Gebote entsprechend weniger auf dich wirken würden?

     

    Was hält dich konkret ab, die Entscheidungen anders zu treffen? Wo siehst du Spielraum?

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