• Ein etwas anderer* Lebenslauf

    *inspiriert durch einen alternativen Lebenslauf von Alexander Capistran

     

     

    1995

    Soundtrack: Backstreet Boys

    1998

    Mein Basecap am Einschulungstag falsch herum getragen, um cool auszusehen, dann festgestellt, dass richtig herum, cool ist. Zu cool gewesen, meinen Irrtum zuzugeben.

    1999

    Bauschmerzen durch neuen Sitzplan (?)

    2000

    Soundtrack: Das Geräusch des Wühlens in meiner Legoschublade. Die Überzeugung, dass LegoProdukte zu entwickeln der coolste Job der Welt sein muss.

    2001

    Das erste Mal ein Segelboot betreten. An Land. Trockenanzüge lieben & schätzen gelernt. Wind und Wasser auch.

    2003

    Beim Nordsee-Urlaub ohne Knie- und Ellenbogenschoner (um cool auszusehen) mit einem Skateboard einen Dünenaufstieg heruntergefahren. Weinend und mit aufgeschlagenen Knien, beschlossen dieses Hobby wieder aufzugeben.

    2005

    Viele Stunden meiner Freizeit mit einem Echtzeit-Browser-Spiel verbracht, Kasernen gebaut, Dörfer geplündert, morgens um 6:00 Uhr heimlich am PC gesessen, Allianzen mit meinen Klassenkameraden gebildet. Später meinen Account gelöscht, um die Schule nicht zu vernachlässigen.

    2009

    Auf einer Schülervertretungsfahrt F. aus meiner Parallelklasse kennengelernt, Kartentricks mit ihm erfunden, die nie jemand entschlüsseln konnte und in ihm einen Freund fürs Leben gefunden.

    2011

    Zu Besuch bei meinem Papa offenbart, dass ich keine konkrete Idee für mein Jahr nach dem Abitur habe. Noch am selben Tag aus der Not heraus nach Bundesfreiwilligendiensten gegooglet und eine Berliner Initiative gefunden, die Schülervertretungsfahrten und Klassenfahrten anbietet. Zwei Wochen später auf der ersten Klassenfahrt Bewegungsspiele angeleitet.

    2016

    Meine allerersten LebensWIRBEL und LebensENERGIEN benannt und aufgemalt.

    Freund*innen und Familie zu meiner Selbsthochzeit eingeladen, um den Start meines Experiments eines beziehungsvolles Schenkeinkommens zu bestärken. Meinem Herzratschlag das Ja-Wort gegeben.

    2017

    Fünf Freund*innen gefragt, ob sie Lust auf eine gemeinsame Pen-&-Paper-Rollenspielgruppe haben. Einen Waldelfen-Bogenschützen namens "Travain" ausgedacht und zusammen mit den anderen losgezogen, um die zerstörte Hierarchie der Riesen wieder in Balance zu bringen.

    2018

    In einem Ökodorf im Allgäu in ein Haus mit 11 weiteren Menschen gezogen, um dort ein halbes Jahr zu leben, zu nicht-wissen, zu versuchen, zu scheitern und zu binden.

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